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Feuerwehrfrau aus Leidenschaft!

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Eine Feuerwehrfrau macht Atemschutz.

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Eine Feuerwehrfrau macht Atemschutz.

Hier nun meine Geschichte zum Thema Atemschutz. Zwar nicht zu einem Einsatzgeschehen, aber ich hoffe trotzdem interessant.
Ich bin Mareike, 26 Jahre und seit 2008 in der Freiwilligen Feuerwehr. Meinen agt-Lehrgang habe ich im Jahr 2009 absolviert.
Danach bin ich erst als Reservetrupp angefangen, bis ich dann auch als Angriffstrupp auf dem ersten Fahrzeug eingestiegen und in den Innenangriff gegangen bin. Ich bin  zu jeder Zeit von meinen männlichen Kameraden akzeptiert worden. Sie wussten, das sie sich auf mich verlassen können und ich kämpfe bis das Ziel erreicht ist und dann ich die Zähne dafür zusammen beiße. Das ist für mich eins der wichtigsten Sachen besonders im Atemschutzeinsatz. Zusammenhalt und der Wille es zu schaffen (sei es eine Person zu retten oder das Feuer zu bekämpfen). Man gibt nicht auf bevor man es geschafft hat, egal ob man nicht mehr kann oder eigentlich gar nicht die Kraft hat. Man macht und gibt alles, wobei der Eigenschutz immer beachtet wird.
 

Feuerwehrfrau

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Das Merke ich auch außerhalb der Einsätze und habe es da noch mehr zu schätzen gelernt, nämlich bei Feuerwehrwettkämpfen. Hier diesmal speziell der Treppenlauf. Damit wurde ich 2012 infiziert, seitdem nehme ich an diesen Wettkämpfen teil. Es ist etwas besonderes 39 Stockwerke in voller Ausrüstung mit Atemschutzgerät nach oben zu rennen, aber es ist auch eine wahnsinns Erfahrung. Wir (mein Partner und ich) sind nicht die schnellsten und das ist auch nicht unser Ziel. Unser Ziel ist es gemeinsam im Ziel anzukommen. Und während so eines Laufs mache ich so einige Phasen durch, die sich tatsächlich auch im Einsatzablauf wiederspiegeln (steht in den Klammern). Vor dem Start bin ich nervös, das Adrenalin steigt und ich habe Angst es nicht zu schaffen. ( Auf dem Weg zum Feuerwehrhaus ist man auch erst nervös das Andrenalin steigt, weil
man nicht genau weiß was einen erwartet. So geht es auf der Anfahrt zu Einsatzsstelle weiter. Aber man funktioniert.) Dann geht es an den Start und los. die Angst ist jetzt schonmal weg, der Respekt kommt vor dem, was vor einem liegt. (So ist es auch in dem Moment wenn ich aus dem Feuerwehrauto steige und ich denke man sollte nie ohne Respekt in ein Feuer gehen, denn dann könnte man unvorsichtig werden.) Im 8-12 Stock frage ich mich öfter, warum mache ich das überhaupt und tue mir das an, ich könnte jetzt auch durch Berlin schlendern und shoppen, statt hier hochzulaufen. (Warum mache ich das? Ich könnte auch noch im warmen Bett liegen mitten in der Nacht, oder bei meiner Familie sitzen oder, oder, oder statt jetzt mein Leben zu riskieren). Jetzt kommt das ganz entscheidende, denn jetzt erreicht man den Punkt an dem man einfach kämpft, sich gegenseitig aufbaut/motiviert und Etage für Etage gemeinsam bewältigt. Ohne im Team zu sein, würde das ganze nicht funktionieren und man hält zusammen, bis zum Ende im 39. Stockwerk. Es gibt nicht den Gedanken aufzugeben, auch wenn man völlig am Ende ist und eigentlich nicht mehr kann. (Ist man im Feuer und sieht nichts mehr, es ist heiß und man muss es bewältigen, muss man auch zusammen fighten als Team gegen das scheinbar unmögliche kämpfen und darf nicht aufgeben.) dann kommt die Ziellinie und erst hier lässt man sich fallen aber ist auch unglaublich froh es geschafft zu haben und weiß wofür man gekämpft hat und warum man das ganze macht. Somit beantwortet sich auch die Frage aus Stockwerk 8-10. ( kommt man aus dem Einsatz, ist man froh es geschafft zu haben und auch hier beantwortet sich die Frage warum mache ich das überhaupt. Weil ich gerade ein Leben oder Sachwerte gerettet habe und das ein Wahnsinns Gefühl ist)
 
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Bei all diesem ist es egal ob man Mann oder Frau ist. Man muss kämpfen und sein Ziel immer im Blick haben. Man muss über seine Grenzen hinausgehen und sich auch manchmal beweisen. Vor allem muss man sich persönlich einschätzen können und dazu stehen wenn man es nicht kann. Das ist nicht schlimm und gut wenn man es offen sagt. Nicht jeder kann alles. Nur es gibt gerade im Atemschutzeinsatz nichts schlimmeres als seinen Partner plötzlich allein zu lassen. Frauen sind keine schlechteren  Atemschutzgeräteträger als Männer, sie müssen vllt nur etwas mehr dafür tun um den körperlichen Belastungen stand zu halten. Aber auch das ist kein Problem. 🙂 Wie heißt es so schön: Ja, es kann auch sein das eine Feuerwehrfrau dir das Leben rettet und das machen wir genauso gut wie die Feuerwehrmänner.
 
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Liebe Grüße Mareike

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